Was kostet Griechenland-Urlaub? Ehrliche Budgets
Was Unterkunft, Essen und Ausflüge realistisch kosten.
„Ist Griechenland teuer?“ hat eine ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, wohin du fährst - und zwar mehr als in fast jedem anderen Urlaubsland. Zwischen einer Taverne auf Samos und einem Caldera-Restaurant auf Santorini liegt preislich ein Kontinent. Hier sind die realistischen Zahlen und die Logik dahinter.
Das Tagesbudget: drei Ligen
Grobe Orientierung pro Person und Tag, ohne Flug, bei Doppelbelegung:
- Entspannt (60-90 Euro): Ruhigere Inseln wie Samos, Naxos abseits der Front oder die Sporaden-Nebenorte - Studio, Taverne, Strand.
- Standard (100-150 Euro): Die beliebten Ferieninseln in der Saison - gutes Hotel, Essen gehen, Mietwagen-Tage, Ausflüge.
- Premium (deutlich darüber): Santorini und Mykonos spielen ihre eigene Liga - vor allem bei Unterkunft und Gastronomie in den Hotspot-Lagen.
Die Zahlen sind Spannen, keine Garantien - aber sie stimmen in der Größenordnung, und die Größenordnung ist das, was bei der Inselwahl zählt.
Was die Preise wirklich treibt
Vier Faktoren erklären fast alles: Die Insel (Santorini-Aufschlag vs. Ostägäis-Normalität), die Saison (Juli/August gegen Juni/September macht bei Unterkünften schnell 30 bis 50 Prozent aus), die Lage (Caldera-Blick, erste Strandreihe und Hafenpromenade kosten Aufpreis - fünf Gehminuten dahinter nicht) und das Ferienfenster (deutsche Schulferien und der griechische 15. August treiben alles zusätzlich).
Einzelpreise zur Orientierung
Grobe, saisonabhängige Spannen: Hauptgericht in der Taverne 10-16 Euro, Gyros Pita auf die Hand 4-6 Euro, griechischer Kaffee oder Frappé 2-4 Euro, Mietwagen in der Hochsaison 35-60 Euro pro Tag, ein Liegen-Paar mit Schirm 10-25 Euro (an Promi-Stränden von Mykonos auch ein Vielfaches), Fähre Piräus-Kykladen je nach Schiff und Strecke im mittleren zweistelligen Bereich. Eintritte für Ausgrabungen und Museen liegen meist im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich.
Die fünf ehrlichen Sparhebel
- Der Monat schlägt alles: Juni oder September statt August ist der größte Einzelhebel - bessere Preise bei besserem Urlaub.
- Insel-Liga wechseln: Naxos statt Santorini, Samos statt Mykonos - halbes Budget, voller Urlaub. Unsere Insel-Guides sagen ehrlich, wo du was bekommst.
- Zweite Reihe wohnen: Fünf Minuten hinter der Strandfront oder dem Hafen fallen die Preise spürbar - die Aussicht kostet, die Insel nicht.
- Studio mit Küche: Frühstück und jeden zweiten Abend selbst versorgen entlastet die Wochenrechnung deutlich - und der Wochenmarkt ist ohnehin ein Erlebnis.
- Wie die Griechen essen: Die Taverne im Ortsinneren statt der Promenaden-Front, Gyros statt Beach-Club-Bowl - günstiger und meist besser.