Nordägäische Inseln

Ikaria

Ikaria ist eine lang gestreckte, gebirgige Insel westlich von Samos, benannt nach dem Ikarus der Sage. Bekannt ist sie für das entspannte Lebenstempo ihrer Bewohner, die zu den langlebigsten Menschen der Welt gehören, für Thermalquellen, wilde Strände und sommerliche Dorffeste.

EntschleunigtDorffeste im SommerWilde Strände
Bewaldete Berghänge über einer Sandbucht mit klarem Wasser auf Ikaria
Anreise
Flughafen vorhanden
Mietwagen
empfohlen
Preisniveau
günstig

Highlights

  • Strände Seychelles und Nas im Westen
  • Thermalquellen von Therma
  • Bergdörfer von Raches

Was zu bedenken ist

  • Lange Anreise ohne Direktflug
  • Im Hochsommer oft windig

Orte

  • · Agios Kirykos
  • · Evdilos
  • · Armenistis
  • · Christos Raches
  • · Therma

Strände

  • · Seychelles
  • · Nas
  • · Livadi
  • · Mesachti

Aktivitäten

  • · Ein Panigiri besuchen
  • · Wandern im Atheras-Gebirge
  • · Baden in heißen Quellen

Nachbarinseln

Perfekt für Inselhopping ab Ikaria.

Ikaria ist keine Insel, die sich anbiedert. Ein Gebirgsrücken zieht sich fast 40 Kilometer durch die Insel, die Straßen sind kurvig, die Dörfer verstreut, und vieles beginnt später als anderswo - in Christos Raches öffnen Läden und Tavernen teils erst gegen Mitternacht. Bekannt wurde Ikaria als eine der fünf "Blue Zones" der Welt: Hier wird etwa jeder Dritte älter als 90 Jahre. Wer eine Insel mit eigenem Rhythmus sucht, mit Dorffesten, heißen Quellen und wilden Stränden, findet sie hier.

Steckbrief

InselgruppeNordägäische Inseln
Flächeca. 255 km²
Einwohnerca. 8.300
FlughafenIkaria (JIK), rund 12 km nordöstlich von Agios Kirykos, Inlandsflüge ab Athen
FähreAb Piraeus nach Agios Kirykos oder Evdilos, meist über Syros, Paros oder Mykonos
Beste ReisezeitJuni bis September, zum Wandern Mai und Oktober
MietwagenJa - die Busse fahren selten, die Insel ist lang und bergig
Ideale Dauer7-10 Tage

Für wen Ikaria passt - und für wen nicht

Passt für: Ruhesuchende, die einen Gang zurückschalten wollen; Wanderer, denn das Atheras-Gebirge mit Gipfeln über 1.000 Metern durchzieht die ganze Insel; Individualreisende, die lieber in Dorftavernen als in Hotelanlagen sitzen; und alle, die einmal ein echtes Panigiri erleben wollen, ein Dorffest, das bis zum Morgen dauert.

Eher nicht, wenn: du eine schnelle Anreise brauchst - Direktflüge aus Deutschland gibt es nicht; du ohne Auto unterwegs sein willst; oder du Strandurlaub mit Liegen und Animation suchst. Die schönsten Strände sind wild, und im Hochsommer kann der Wind kräftig wehen.

Die Orte - deine wichtigste Entscheidung

Agios Kirykos

Der Hauptort und Haupthafen im Südosten, mit Verwaltung, Läden und Fährverbindungen. Praktisch für den Ankunftstag und als Basis für die Quellen von Therma.

Therma

Ein kleiner Kurort östlich von Agios Kirykos, gebaut um heiße Quellen. Ruhig und auf Badegäste eingestellt.

Evdilos

Der zweite Hafen an der Nordküste und früher der Hauptort. Ein entspannter Ort mit Hafenpromenade, zentral zwischen Osten und Westen.

Armenistis und Gialiskari

Die Fischerdörfer im Nordwesten mit den meisten Unterkünften der Insel. Hier liegen die großen Sandstrände Livadi und Mesachti, und der Weg nach Nas ist kurz. Die beste Basis für Strandtage.

Christos Raches

Das Bergdorf über Armenistis, Zentrum der Region Raches. Tagsüber still, abends und nachts lebendig. Ausgangspunkt für Wanderungen durch Wald und Schluchten.

Highlights, die den Namen verdienen

Seychelles

Der bekannteste Strand der Insel an der Südküste: helle Kiesel, sehr klares Wasser, Felsen ringsum. Von der Straße führt ein steiler Pfad hinunter - feste Schuhe mitnehmen.

Nas

Eine Bucht am Ende des Chalaris-Tals, mit den Grundmauern eines antiken Artemis-Tempels und einem kleinen Süßwassersee hinter dem Strand. Die Bucht steht unter Naturschutz. Achtung: Nas gilt wegen der Strömung als gefährlicher Badestrand, bei Wellen nicht weit hinausschwimmen.

Livadi und Mesachti

Die beiden größten Sandstrände der Insel bei Armenistis. Bei Nordwind kommen hier Wellen an, dann kann es Strömung geben - vorsichtig baden.

Heiße Quellen

In Therma tritt rund 50 Grad heißes Wasser aus, bei Therma Lefkados sogar fast 60 Grad direkt am Meer. Die Quellen werden seit der Antike genutzt.

Panigiria

Im Sommer feiern die Dörfer ihre Kirchweihfeste mit Live-Musik, Tanz, Essen und Wein für alle. Sie gehören zu den größten Festen der Ägäis. Termine stehen meist erst kurzfristig fest - vor Ort fragen.

Wandern in Raches

Alte Pfade führen durch Kiefern- und Eichenwald, an Bächen und Wassermühlen vorbei. Frühling und Herbst sind ideal.

Anreise

Direktflüge aus Deutschland gibt es nicht. Am schnellsten geht es mit einem Inlandsflug von Athen zum kleinen Flughafen Ikaria, rund 12 km von Agios Kirykos entfernt. Fähren ab Piraeus legen in Agios Kirykos oder Evdilos an und fahren meist über Syros, Paros oder Mykonos - eine lange Überfahrt, je nach Schiff und Route. Nach Osten bestehen Verbindungen nach Samos und auf die kleine Nachbarinsel Fourni, so lässt sich Ikaria gut mit Samos kombinieren.

Wie lange bleiben?

Sieben bis zehn Tage. Die Insel ist zu lang und zu kurvig für Tagesausflüge im Akkord. Bewährt hat sich eine Basis im Nordwesten um Armenistis für Strände, Raches und die Abende, plus ein, zwei Nächte in Agios Kirykos oder Therma für die Quellen und den Osten. Wer im August reist, plant die Tage um ein Panigiri herum.

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