Ionische Inseln

Kefalonia

Kefalonia ist die größte Ionische Insel und noch relativ unaufgeregt. Der Myrtos-Strand gehört zu den bekanntesten in Griechenland; das Landesinnere ist bergig und ideal zum Erkunden.

Bergige InselMyrtos-StrandWeniger Trubel
Myrtos Beach auf Kefalonia von oben
Reisezeit
Mai bis September
Anreise
Fluughafen vorhanden
Mietwagen
empfohlen
Preisniveau
mittel

Highlights

  • Myrtos Beach
  • Melissani-Höhle
  • Assos-Dorf

Was zu bedenken ist

  • Ohne Auto sind viele Ecken schwer zu erreichen

Orte

  • · Argostoli
  • · Fiskardo
  • · Assos

Strände

  • · Myrtos
  • · Antisamos
  • · Petani

Aktivitäten

  • · Melissani-Höhle
  • · Bergtour Enos
  • · Weinprobe in Robola

Nachbarinseln

Perfekt für Inselhopping ab Kefalonia.

Kefalonia ist die größte Ionische Insel und zugleich die leerste unter den bekannten - eine Kombination, die es so kein zweites Mal gibt. Wer hierher kommt, bekommt den berühmtesten Strandblick Griechenlands, zwei spektakuläre Höhlen und Bergwald bis über 1.600 Meter, aber keine durchgehende Urlaubsmaschinerie. Das ist Programm: Kefalonia ist eine Insel für Selbstfahrer - im wörtlichen Sinn.

Steckbrief

InselgruppeIonische Inseln
Flächeca. 780 km² - größte Ionische Insel
Einwohnerca. 36.000
FlughafenKefalonia (EFL)
Flugzeit ab Deutschlandca. 2,5-3 Stunden
Beste ReisezeitMai bis Oktober
MietwagenPflicht - die Insel ist groß, das Busnetz dünn
Ideale Dauer7-10 Tage

Für wen Kefalonia passt - und für wen nicht

Passt für: Ruhesuchende, die eine große Insel ohne Betrieb wollen; Aktive - der Ainos-Nationalpark mit dem höchsten Berg des Ionischen Meers und ein wachsendes Wanderwegenetz; Naturfans - Melissani und Drogarati sind zwei Höhlen von nationalem Rang; und Roadtripper, denn die Küstenstraßen gehören zu den schönsten des Landes.

Eher nicht, wenn: du ohne Auto reist - dann bleibt dir eine Bucht und die Erkenntnis, dass die Insel woanders stattfindet; du Nachtleben suchst - das gibt es hier schlicht nicht in nennenswerter Form; oder du perfekt eingespielte Pauschal-Infrastruktur erwartest - Kefalonia ist individueller organisiert als Korfu oder Zakynthos. Begründung: Die Insel wurde nie auf Masse gebaut, und das ist ihr Kernversprechen.

Die Orte - deine wichtigste Entscheidung

Argostoli

Die Hauptstadt an der Lagune - Alltagsleben, Abendkorso, und mit etwas Glück Karettschildkröten direkt im Hafenbecken. Die praktische Basis für die Inselmitte.

Lassi & der Süden

Die Strandzone bei Argostoli - kurze Wege, solide Hotels, die funktionale Wahl für den Mix aus Strand und Stadt.

Sami & die Ostküste

Fährhafen, die beiden Höhlen vor der Tür und mit Antisamos einer der besten Strände der Insel - die richtige Basis für Entdecker.

Assos

Das Halbinsel-Dorf unter der venezianischen Festung - eine Handvoll Häuser, zwei Tavernen, viel Ruhe. Zum Wohnen romantisch, zum Anschauen Pflicht.

Fiskardo

Der Norden-Klassiker - als einer der wenigen Orte vom Erdbeben 1953 weitgehend verschont, deshalb mit original erhaltener Architektur und entsprechendem Yacht-Publikum. Schön, bewusst und bepreist.

Skala & der Südosten

Lange Sandstrände und die familientauglichste Ecke - wer primär badet, wohnt hier richtig.

Highlights, die den Namen verdienen

Myrtos - richtig eingeordnet

Der Blick von der Straße auf die weiße Kiesbucht zwischen den Steilwänden ist das Ionische-Meer-Foto schlechthin - und der Aussichtspunkt ist ehrlicherweise das eigentliche Erlebnis. Unten: Kies statt Sand, oft kräftige Brandung, wenig Schatten. Hinfahren, schauen, baden nur bei ruhiger See.

Melissani

Der unterirdische See, dessen eingestürzte Höhlendecke mittags das Wasser leuchten lässt - die Ruderboot-Runde ist kurz und trotzdem einer der eindrücklichsten Momente der Insel. Um die Mittagszeit kommen, dann steht das Licht.

Drogarati

Die Tropfsteinhöhle mit dem großen Saal - das unterirdische Gegenstück zu Melissani und die perfekte Kombination für einen Sami-Tag.

Assos & Fiskardo als Tagesrunde

Die Küstenstraße über Assos nach Fiskardo ist der schönste Fahr-Tag der Insel - mit Festungsspaziergang in Assos und Hafenabend in Fiskardo.

Ainos-Nationalpark

Der dunkle Tannenwald der endemischen Kefalonia-Tanne bis zum Gipfel - eine Bergwelt, die man auf einer Ionischen Insel nicht erwartet. Früh starten, oben ist es kühler als gedacht.

Robola-Wein

Die helle, mineralische Rebsorte der Insel - Verkostung bei den Weingütern der Robola-Zone rund um Omala. Das Genuss-Pendant zum Höhlen-Tag.

Anreise

Direktflüge aus Deutschland fliegen Kefalonia in der Saison an, ganzjährig geht es über Athen. Für Selbstfahrer und Festland-Kombinierer: Fähre ab Kyllini auf der Peloponnes; im Norden verbindet eine Kurzfähre Fiskardo mit Lefkada, und Ithaka liegt als Tagesausflug direkt gegenüber.

Wie lange bleiben?

Sieben bis zehn Tage - weniger wird der Größe nicht gerecht. Der Klassiker: eine Basis in Sami oder Argostoli plus Tagesrunden (Norden, Süden, Höhlen, Ainos). Bei zehn Tagen lohnt der Basis-Wechsel zwischen Süden und Norden - die Fahrzeiten sind länger, als die Karte suggeriert.

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