Korfu
Korfu ist eine der grünsten griechischen Inseln. Venezianische Altstadt, viele Strände, gute Infrastruktur - und wegen der westlichen Lage etwas mehr Regen als in der Ägäis.

Highlights
- Altstadt (UNESCO)
- Paleokastritsa
- Kaiser Sisi Achilleion
Was zu bedenken ist
- Im Hochsommer kann es auf einigen Stationen sehr voll werden
Orte
- · Korfu-Stadt
- · Paleokastritsa
- · Kassiopi
Strände
- · Paleokastritsa
- · Glyfada
- · Porto Timoni
Aktivitäten
- · Altstadt-Rundgang
- · Bootstour nach Paxos
- · Wandern Korfu Trail
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Nachbarinseln
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Korfu ist das Gegenteil dessen, was die meisten mit „griechische Insel“ meinen - und genau das ist ihr Wert. Statt karger Ägäis-Kulisse: Zypressen, Millionen Olivenbäume und eine venezianisch geprägte Hauptstadt, die es als UNESCO-Welterbe mit jeder italienischen Altstadt aufnimmt. Der Preis für das Grün ist ehrlich benannt: Hier regnet es öfter als in der Ägäis - dafür sieht die Insel auch im Hochsommer nicht verdorrt aus.
Steckbrief
| Inselgruppe | Ionische Inseln |
| Fläche | ca. 590 km² |
| Einwohner | ca. 100.000 |
| Flughafen | Korfu (CFU) |
| Flugzeit ab Deutschland | ca. 2,5-3 Stunden |
| Beste Reisezeit | Mai bis Oktober; Frühjahr am grünsten |
| Mietwagen | Klare Empfehlung - die Buchten der Nordost- und Westküste liegen verstreut |
| Ideale Dauer | 7-10 Tage |
Für wen Korfu passt - und für wen nicht
Passt für: Genießer und Landschaftsreisende - die Kombination aus Grün, Buchten und Kulturstadt ist im Land einmalig; Familien - die Nordostküste liefert ruhige, geschützte Kiesbuchten, der Norden lange Sandstrände; und Rundfahrer, die jeden Tag eine andere Küste wollen.
Eher nicht, wenn: du die weiß-blaue Kykladen-Ästhetik suchst - die gibt es hier schlicht nicht; du Wettergarantie im Randmonat erwartest - im Mai und Oktober muss man mit Schauern leben können; oder du gezielt Party suchst - die konzentriert sich auf Kavos im Süden, der Rest der Insel ist bewusst ruhig.
Die Regionen - deine wichtigste Entscheidung
Korfu-Stadt
Venezianische Gassen, die Esplanade mit dem Liston, zwei Festungen - die schönste Inselhauptstadt Griechenlands und als Basis unterschätzt: abends, wenn die Kreuzfahrer weg sind, gehört sie den Bewohnern.
Nordostküste (Kalami bis Kassiopi)
„Korfus Riviera“ - kleine Kiesbuchten mit glasklarem Wasser, Tavernen am Anleger, Blick nach Albanien. Die erste Wahl für Paare und Familien mit Mietwagen.
Der Norden (Sidari, Acharavi, Roda)
Die langen Sandstrände mit Pauschal-Infrastruktur - funktional und familienfreundlich, landschaftlich das schwächste Stück der Insel. Sidari zusätzlich mit dem Canal d’Amour.
Westküste (Paleokastritsa bis Glyfada)
Die spektakuläre Seite - Steilküste, Klosterbucht von Paleokastritsa, goldene Sandstrände wie Glyfada. Wer nur eine Region fahren kann, fährt diese.
Der Süden
Zweigeteilt - die Korission-Lagune mit dem Dünenstrand von Halikounas als Naturseite, Kavos als Party-Enklave. Dazwischen viel ruhiges, unaufgeregtes Korfu.
Highlights, die den Namen verdienen
Korfu-Stadt am Abend
Durch die Gassen zum Liston, Aperitif mit Blick auf die Alte Festung - das italienischste Erlebnis Griechenlands. Der Vormittag gehört den Museen, der Abend der Stadt selbst.
Paleokastritsa
Die Klosterbucht der Westküste - mehrere ineinander übergehende Buchten, das Kloster auf dem Felsen, Bootsausflüge zu Grotten. Der berühmteste Ort der Insel, zu Recht.
Kanal d’Amour bei Sidari
Die von Wind und Wasser geformten Sandsteinkanäle - fotogen, klein, am besten früh morgens, bevor die Busse kommen.
Achilleion
Der Palast der Kaiserin Elisabeth („Sisi“) über der Ostküste - Habsburg-Nostalgie mit Panoramagarten. Kulturhistorisch eher Kuriosum als Meisterwerk, als Halbtag trotzdem lohnend.
Pantokrator
Der höchste Berg der Insel - die Auffahrt durch Bergdörfer wie Old Perithia, oben der Rundblick über die ganze Insel bis zum albanischen Festland. Der beste Mietwagen-Nachmittag.
Halikounas & Korission-Lagune
Der kilometerlange Dünenstrand zwischen Meer und Lagune - Korfus wildeste Ecke, ideal für alle, denen die Buchten zu gebucht sind.
Anreise
Direktflüge aus Deutschland fliegen Korfu in der Saison an - mit kürzerer Flugzeit als in die Ägäis. Die Alternative für Selbstfahrer: Fähre ab Italien (z. B. Ancona oder Bari) nach Igoumenitsa oder direkt nach Korfu, vom Festland sind es nur rund eineinhalb Fährstunden - Korfu ist die am einfachsten mit dem eigenen Auto erreichbare griechische Insel.
Wie lange bleiben?
Sieben bis zehn Tage - die Insel ist groß genug für vier verschiedene Küsten und eine Kulturstadt. Eine Woche mit fester Basis an der Nordost- oder Westküste plus zwei Stadt- und Ausflugstagen ist der Klassiker; zehn Tage erlauben den Wechsel zwischen zwei Basen. Reine Strandwochen ohne Mietwagen verschenken die Hälfte der Insel.
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