Reiseplanung

Mietwagen auf griechischen Inseln: Der Praxis-Guide

Wann sich ein Auto lohnt und wann Busse reichen.

Nach der Inselwahl ist die Mietwagen-Frage die zweitwichtigste Entscheidung der Reiseplanung - denn sie bestimmt, wie viel Insel du am Ende siehst. Die Antwort fällt je nach Insel komplett unterschiedlich aus, und bei Buchung und Versicherung gibt es drei, vier Regeln, die man besser vorher kennt als nachher.

Brauche ich überhaupt einen?

Die Insel-Logik in drei Stufen: Pflicht auf großen, weitläufigen Inseln - Kreta und Kefalonia ohne Auto sind halbe Inseln. Empfohlen auf Naxos, Samos, Rhodos, Korfu und Zakynthos - Basis-Urlaub geht ohne, das Beste liegt aber verstreut; zwei, drei Miettage sind der Kompromiss. Verzichtbar auf Skiathos und Paros (gute Busnetze) sowie auf Santorini - dort ist Parken in den Caldera-Orten ohnehin die größere Herausforderung als das Fahren. Welche Insel wie tickt, steht in unseren Insel-Guides.

Richtig buchen

  • Timing: Für die Hochsaison zwei bis drei Monate im Voraus - vor Ort sind Auswahl klein und Preise hoch. In der Nebensaison geht spontan fast alles.
  • Anbieter: Internationale Ketten und lokale Vermieter nehmen sich im Preis oft wenig - Lokale sind bei Übergabe und Kulanz häufig entspannter, Ketten bei Einwegmieten und Standardisierung stärker. Bewertungen lesen schlägt Markenlogo.
  • Versicherung: Vollkasko ohne Selbstbeteiligung ist auf Inselstraßen die vernünftige Wahl - Felgen-, Reifen- und Unterbodenschäden sind die Klassiker und in Basis-Tarifen oft ausgeschlossen.
  • Formalia: EU-Führerschein genügt; die meisten Vermieter verlangen eine Kreditkarte auf den Namen des Fahrers für die Kaution, Mindestalter je nach Vermieter 21 bis 25 mit Jungfahrerzuschlag.

Fahren vor Ort

Griechische Inselstraßen sind besser als ihr Ruf - aber schmal, kurvig und mit Überraschungsgästen (Ziegen haben Vorfahrt, faktisch). Entspanntes Tempo ist Programm; wer drängelt, wird freundlich rechts überholt. Getankt wird meist mit Bedienung, geparkt am Ortsrand statt in der Gasse. Die wichtigste Klausel des ganzen Guides: Schotterpisten sind bei vielen Vermietern vom Versicherungsschutz ausgeschlossen - und ausgerechnet zu manchen Traumstränden führt nur Schotter. Vorher in den Mietbedingungen prüfen, im Zweifel stehen lassen und laufen.

Roller und Quad: die ehrliche Warnung

Roller und Quads gehören zum Inselbild - und zu den häufigsten Urlaubsunfällen. Zwei Dinge vorab klären: Helmpflicht gilt, und der deutsche B-Führerschein berechtigt in Griechenland nicht zum Fahren von 125er-Rollern - dafür braucht es die Klasse A1 oder höher; Vermieter fragen unterschiedlich genau nach, die Versicherung im Ernstfall sehr genau. Wer nie Roller gefahren ist, lernt es nicht im Hochsaison-Verkehr einer Ferieninsel.

Häufige Fragen