Dodekanes

Leros

Leros liegt im Norden des Dodekanes zwischen Patmos und Kalymnos. Die Insel ist zerklüftet, mit tiefen Buchten und kleinen Orten, über denen eine mittelalterliche Burg thront. Dazu kommt eine ungewöhnliche Geschichte: Lakki wurde in der italienischen Zeit als Planstadt gebaut, und 1943 war Leros Schauplatz einer schweren Schlacht. Touristisch ist die Insel angenehm ruhig.

Burg über PlatanosItalienische Architektur in LakkiRuhig und ursprünglich
Windmühlen auf einem Bergrücken über einer Bucht mit Fischerbooten
Anreise
Flughafen vorhanden
Mietwagen
nicht nötig
Preisniveau
günstig

Highlights

  • Burg über Platanos
  • Windmühlen und Bucht von Pandeli
  • Architektur der italienischen Zeit in Lakki

Was zu bedenken ist

  • Strände meist schmal und oft kiesig
  • Lange Fähranreise ab Piraeus

Orte

  • · Platanos
  • · Agia Marina
  • · Pandeli
  • · Lakki
  • · Alinda
  • · Xirokambos

Strände

  • · Alinda
  • · Vromolithos
  • · Pandeli
  • · Blefoutis

Aktivitäten

  • · Aufstieg zur Burg
  • · Kriegsmuseum in Merikia
  • · Abendessen am Hafen von Pandeli

Nachbarinseln

Perfekt für Inselhopping ab Leros.

Leros ist eine Insel für Reisende, die Griechenland abseits der großen Ferienorte suchen. Die zerklüftete Küste bildet tiefe Buchten, über den Orten Platanos und Agia Marina thront eine Burg, und im Hafen von Pandeli liegen Fischerboote vor kleinen Tavernen. Dazu kommt eine Geschichte, die man hier nicht erwartet: eine italienische Planstadt aus den 1930er-Jahren und die Schlacht um Leros im Zweiten Weltkrieg.

Steckbrief

InselgruppeDodekanes
Flächeca. 74 km²
Einwohnerca. 8.000
FlughafenKleiner Flughafen bei Partheni, Flüge ab Athen
FähreAb Piraeus rund 8 bis 11 Stunden, im Sommer Katamarane nach Patmos, Kalymnos, Kos und Rhodos
Beste ReisezeitMai bis Oktober
MietwagenNicht unbedingt - ein Roller reicht für die meisten Wege
Ideale Dauer4-7 Tage

Für wen Leros passt - und für wen nicht

Passt für: Individualreisende, die ein lebendiges Inselleben ohne Pauschaltourismus suchen; Geschichtsinteressierte, für die Burg, italienische Architektur und Kriegsgeschichte spannend sind; Ruhesuchende und Paare; und Inselhüpfer, die Leros mit Patmos, Lipsi oder Kalymnos verbinden.

Eher nicht, wenn: du lange Sandstrände suchst - die Strände sind meist schmal und oft kiesig; du Nachtleben willst; oder du eine kurze Anreise brauchst. Ab Piraeus ist man viele Stunden unterwegs.

Die Orte - deine wichtigste Entscheidung

Platanos und Agia Marina

Der Hauptort Platanos liegt im Sattel unter der Burg und geht nahtlos in den Hafenort Agia Marina über. Hier gibt es Geschäfte, Cafés und Tavernen am Wasser, ein guter Ausgangspunkt für alles.

Pandeli

Ein kleiner Fischerhafen unterhalb der Burg, mit Tavernen direkt am Wasser und Windmühlen auf dem Bergrücken darüber. Einer der schönsten Orte der Insel für den Abend.

Lakki

Der Hafen im Westen an einer großen Naturbucht. Die Stadt wurde in der italienischen Zeit neu gebaut, mit breiten Straßen und Gebäuden im Stil der 1930er-Jahre, wie man sie sonst kaum in Griechenland findet.

Alinda

Ein Badeort an einer Bucht nördlich von Agia Marina, mit einem der beliebtesten Strände der Insel und Unterkünften in Strandnähe.

Xirokambos

Ein ruhiges Dorf im Süden mit Strand und kleinem Hafen, von dem im Sommer Boote nach Kalymnos fahren.

Highlights, die den Namen verdienen

Burg von Leros

Die Burg auf dem Hügel über Platanos geht auf eine byzantinische Festung zurück und wurde von den Johannitern ausgebaut. Im Inneren liegt ein Kloster der Muttergottes, und der Blick reicht über mehrere Buchten der Insel.

Windmühlen von Pandeli

Auf dem Bergrücken zwischen Platanos und Pandeli stehen alte Windmühlen. Bei Sonnenuntergang ist das einer der schönsten Ausblicke auf Leros.

Lakki und die italienische Zeit

Unter italienischer Herrschaft wurde der Naturhafen von Lakki zum Flottenstützpunkt ausgebaut, man nannte ihn das "Malta der Ägäis". Aus dieser Zeit stammen die öffentlichen Gebäude im Stil der 1930er-Jahre, die den Ort bis heute prägen.

Kriegsmuseum Merikia

In einem ehemaligen italienischen Tunnel bei Merikia erzählt ein Museum von der Schlacht um Leros, in der deutsche Truppen die Insel im November 1943 nach schweren Kämpfen einnahmen. Ein Denkmal in Lakki erinnert an den britischen Zerstörer Intrepid, der im September 1943 versenkt wurde.

Strände

Die Strände sind meist schmal und mit Sand und Kies gemischt. Beliebt sind Alinda, Vromolithos und Pandeli, im Norden bei Partheni liegt die ruhige Bucht Blefoutis.

Anreise

Leros hat einen kleinen Flughafen bei Partheni im Norden, angeflogen ab Athen. Die meisten Gäste kommen per Fähre: ab Piraeus täglich, mit rund 8 bis 11 Stunden Fahrzeit. Bequemer ist der Weg über Kos, von dort fahren im Sommer Katamarane nach Leros, die auch Patmos, Kalymnos und Rhodos anlaufen.

Wie lange bleiben?

Vier bis sieben Tage. Für Burg, Orte und einige Buchten reichen vier Tage. Mit einer Woche bleibt Zeit für einen Tagesausflug nach Patmos oder Lipsi.

Weiter: Welche Insel passt zu mir? · Beste Reisezeit · Inselhopping

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Zu den Unterkünften

Häufige Fragen zu Leros

Mit einem Inlandsflug ab Athen zum kleinen Flughafen bei Partheni oder mit der Fähre ab Piraeus in rund 8 bis 11 Stunden. Im Sommer fahren außerdem Katamarane ab Kos, Kalymnos, Patmos und Rhodos.

Lakki wurde in der italienischen Zeit als Planstadt neu gebaut. Die breiten Straßen und Gebäude im Stil der 1930er-Jahre sind in Griechenland einzigartig.

Leros hat viele kleine Buchten, aber kaum lange Sandstrände. Beliebt sind Alinda, Vromolithos und Pandeli. Wer vor allem baden will, ist auf Kos besser aufgehoben.

Im November 1943 nahmen deutsche Truppen die von britischen und italienischen Einheiten gehaltene Insel nach schweren Kämpfen ein. Ein Kriegsmuseum in einem Tunnel bei Merikia erzählt davon.

Nicht unbedingt. Die Insel ist klein, ein Roller reicht für die meisten Wege. Ein Mietwagen ist praktisch, wenn du mit Kindern reist oder viel Gepäck hast.