Saronische Inseln

Ägina

Ägina ist die Athen am nächsten gelegene größere Insel und war 1828 kurz die erste Hauptstadt des modernen Griechenlands. Bekannt ist sie für ihre Pistazien, den antiken Aphaia-Tempel, dessen Giebelfiguren heute in München stehen, und den Fischerort Perdika.

Kurze Anreise ab AthenAphaia-TempelPistazien-Insel
Pistazienhaine und eine Hafenbucht unter sanften Hügeln
Anreise
Über Fähre
Mietwagen
empfohlen
Preisniveau
mittel

Highlights

  • Aphaia-Tempel auf dem Hügel
  • Kloster Agios Nektarios und Paleochora
  • Fischerort Perdika mit Blick auf Moni

Was zu bedenken ist

  • Am Wochenende viele Ausflügler aus Athen
  • Strände eher klein

Orte

  • · Ägina-Stadt
  • · Agia Marina
  • · Perdika
  • · Souvala

Strände

  • · Agia Marina
  • · Marathonas
  • · Aiginitissa
  • · Moni

Aktivitäten

  • · Pistazien probieren
  • · Inselrunde zu Tempel und Kloster
  • · Bootsfahrt nach Moni

Nachbarinseln

Perfekt für Inselhopping ab Ägina.

Ägina liegt so nah an Athen, dass viele Athener hier ihr Wochenendhaus haben: Mit dem Schnellboot bist du ab Piraeus in rund 40 Minuten da. Trotzdem ist Ägina eine Insel mit eigener Geschichte. 1828 war sie kurz die erste Hauptstadt des modernen Griechenlands, auf einem Hügel im Osten steht der Aphaia-Tempel, dessen Giebelfiguren heute in der Münchner Glyptothek zu sehen sind, und überall wachsen die Pistazienbäume, für die die Insel in ganz Griechenland bekannt ist.

Steckbrief

InselgruppeSaronische Inseln
Flächeca. 87 km²
Einwohnerca. 13.000
FlughafenKeiner - Athen (ATH), dann Schnellboot oder Fähre ab Piraeus
FähreSchnellboot ab Piraeus rund 40 Minuten, Fähre rund 1 Stunde
Beste ReisezeitMai bis Oktober, Pistazienfest Mitte September
MietwagenEmpfehlenswert - Busse fahren aber die wichtigsten Orte an
Ideale Dauer2-5 Tage

Für wen Ägina passt - und für wen nicht

Passt für: Kurzurlauber, die Athen mit ein paar Inseltagen verbinden wollen; Familien, die eine kurze Anreise und flache Badebuchten schätzen; Kulturreisende, für die Tempel, Kloster und mittelalterliche Kirchen auf engem Raum liegen; und Genießer, die Pistazien in allen Variationen probieren wollen.

Eher nicht, wenn: du einsame Traumstrände suchst - die Strände sind klein und im Sommer belebt; du am Wochenende Ruhe erwartest - dann kommen viele Ausflügler aus Athen; oder du typisches Kykladen-Weiß suchst. Ägina ist grüner, bodenständiger und lebt nicht nur vom Tourismus.

Die Orte - deine wichtigste Entscheidung

Ägina-Stadt

Der Hauptort und Hafen im Nordwesten, mit klassizistischen Häusern, Pferdekutschen, Fischmarkt und Hafenpromenade. Die beste Basis ohne Auto.

Agia Marina

Der wichtigste Badeort an der Ostküste, unterhalb des Aphaia-Tempels. Viele Hotels, ein Sandstrand mit flachem Wasser, im Sommer lebhaft.

Perdika

Ein Fischerort im Südwesten mit Fischtavernen am Wasser. Von hier fahren kleine Boote zur Nachbarinsel Moni. Abends der schönste Ort der Insel.

Souvala

Ein kleiner Hafenort an der Nordküste, ruhiger und eher von griechischen Familien besucht.

Highlights, die den Namen verdienen

Aphaia-Tempel

Der spätarchaische Tempel aus der Zeit um 500 v. Chr. steht auf einem Hügel im Osten, rund 13 km vom Hauptort entfernt, mit Blick über den Saronischen Golf. Seine Giebelfiguren kaufte 1812 der spätere bayerische König Ludwig I. - sie stehen heute in der Glyptothek in München.

Kloster Agios Nektarios

Eines der meistbesuchten Klöster Griechenlands, an der Straße von Ägina-Stadt nach Agia Marina. Zu sehen ist auch die Kammer, in der der Heilige zuletzt lebte. Schultern und Knie bedecken.

Paleochora

Die verlassene mittelalterliche Hauptstadt der Insel liegt nur rund 500 m vom Kloster entfernt. Von der Stadt sind vor allem die Kirchen geblieben, über 30, die meisten aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Gutes Schuhwerk mitnehmen.

Kolona

Am Rand von Ägina-Stadt steht eine einzelne Säule eines Apollon-Tempels, dazu Reste einer prähistorischen Siedlung. Ein kurzer Abstecher mit Meerblick.

Pistazien

Die Pistazien von Ägina sind seit 1996 als geschützte Ursprungsbezeichnung anerkannt. Im Hauptort verkaufen Läden sie geröstet, gesalzen, als Creme und als Süßigkeit, Mitte September feiert die Insel ein eigenes Pistazienfest.

Moni

Die kleine, unbewohnte Nachbarinsel liegt gegenüber von Perdika. Kleine Boote bringen dich zum Baden in eine Bucht mit sehr klarem Wasser.

Anreise

Ägina ist die am einfachsten erreichbare Insel dieser Seite: Flug nach Athen, mit Metro oder Taxi nach Piraeus und von dort mit dem Schnellboot in rund 40 Minuten oder mit der Fähre in etwa einer Stunde. Die Fähren nehmen auch Autos mit. Von Ägina fahren Boote weiter nach Agistri, Poros und Hydra, so lässt sich eine kleine Saronische Inselrunde bauen.

Wie lange bleiben?

Zwei bis fünf Tage. Ein Tag für Tempel, Kloster und Paleochora, ein Abend in Perdika, dazu Badetage in Agia Marina oder auf Moni. Ägina ist ideal als Inselteil einer Athen-Reise, auch als langes Wochenende - dann aber besser unter der Woche anreisen.

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