Kreta: Norden oder Süden?

Kreta ist so groß, dass sich Nord- und Südküste wie zwei verschiedene Reiseziele anfühlen. An der Nordküste liegen die Städte, die Flughäfen und die meisten Hotels. Die Südküste am Libyschen Meer ist rauer, ruhiger und von hohen Bergen geprägt. Die Frage "Norden oder Süden" ist deshalb eine der wichtigsten bei der Planung eines Kreta-Urlaubs.

Balos Lagune auf Kreta mit türkisem Wasser und Bergen

Kreta

Kreta

Die große Insel mit Bergen, Stränden und Kultur.

  • Vielseitig
  • Lange Saison
  • Minoische Kultur
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Steckbrief im Vergleich

NordküsteSüdküste
MeerÄgäisLibysches Meer
Bekannte OrteChania, Rethymno, Heraklion, Agios NikolaosPaleochora, Plakias, Matala, Ierapetra
SträndeLange, gut erschlossene SandsträndeKleinere Buchten, wilder und ruhiger
UnterkünfteViele Hotels und FerienanlagenKleinere Hotels und Pensionen
Anreise vom FlughafenKurzJe nach Ort 45 Minuten bis zwei Stunden über die Berge
Ideal fürFamilien, Erstbesucher, Urlaub ohne MietwagenRuhesuchende, Individualreisende, Herbst

Charakter

An der Nordküste spielt sich der größte Teil des Kreta-Tourismus ab. Hier liegen die Städte Chania, Rethymno, Heraklion und Agios Nikolaos, dazu viele Hotelorte. Die Küste ist gut erschlossen, stellenweise aber auch stark bebaut.

Die Südküste ist das entspannte, raue Kreta. Hohe Berge fallen zum Libyschen Meer ab, die Orte sind kleiner, und große Hotelanlagen gibt es nur wenige. Hier findest du Dörfer wie Plakias oder Paleochora und Buchten, die nur zu Fuß oder per Boot erreichbar sind.

Strände

Im Norden gibt es lange, gut erschlossene Sandstrände mit Liegen und Tavernen, etwa der Stadtstrand von Rethymno. Im Westen liegen mit Balos und Falassarna einige der bekanntesten Strände der Insel.

Im Süden sind die Strände kleiner und wilder: Preveli mit seinem Palmenhain, Matala mit den Höhlen, Triopetra oder Glyka Nera, das nur zu Fuß oder per Boot erreichbar ist.

Wind und Wetter

Im Juli und August bringt der Meltemi an der Nordküste öfter Wind und Wellen. Die Südküste ist dann oft geschützter, kann aber bei Südwind ebenfalls unruhig werden.

Im Herbst ist die Südküste die mildeste Ecke Kretas. Hier hält die Badesaison am längsten, oft bis Ende Oktober.

Anreise und Wege

Beide Flughäfen, Heraklion und Chania, liegen an der Nordküste. Von dort bist du schnell in den Hotelorten, und Überlandbusse verbinden die Städte entlang der Küste.

In den Süden geht es über kurvige Bergstraßen, je nach Ort rund 45 Minuten bis zwei Stunden. Für die Südküste ist ein Mietwagen fast Pflicht, viele Orte sind nur schlecht mit dem Bus erreichbar.

Familien

Mit kleinen Kindern ist die Nordküste meist die bessere Wahl: kurze Transfers, flache Sandstrände und eingespielte Familienhotels. Im Süden gibt es mit Frangokastello ebenfalls einen flachen, kinderfreundlichen Strand, die Wege sind aber länger.

Wähle Nordküste, wenn ...

  • du zum ersten Mal nach Kreta reist
  • du mit kleinen Kindern unterwegs bist
  • du ohne Mietwagen auskommen willst
  • dir kurze Wege vom Flughafen wichtig sind
  • du abends gern in einer Stadt wie Chania oder Rethymno bummelst

Wähle Südküste, wenn ...

  • du Ruhe und wenig Trubel suchst
  • dich ursprüngliche Dörfer und wilde Buchten reizen
  • du im Herbst reist und lange baden willst
  • du gern wanderst, etwa an der Küste zwischen Chora Sfakion und Loutro
  • du mit dem Mietwagen unterwegs bist

Beide kombinieren?

Norden und Süden lassen sich gut in einem Urlaub verbinden. Bei zehn bis vierzehn Tagen ist eine Aufteilung sinnvoll, etwa einige Tage in Chania oder Rethymno und danach eine Woche an der Südküste in Plakias oder Paleochora. Wer nur eine Woche hat, wählt eine feste Basis und macht Tagesausflüge auf die andere Seite.

Die 15 schönsten Strände auf Kreta

Häufige Fragen: Kreta: Norden oder Süden?

Das hängt davon ab, was du suchst. Der Norden hat die Städte, lange Sandstrände und mehr Komfort. Der Süden ist ruhiger, wilder und ursprünglicher. Für einen zweiten Kreta-Urlaub ist der Süden eine schöne Abwechslung.

Im Süden. Die Südküste am Libyschen Meer ist im Herbst die mildeste Ecke der Insel, die Badesaison hält dort oft bis Ende Oktober.

Im Hochsommer ist die Südküste oft geschützter, weil der Meltemi vor allem die Nordküste trifft. Bei Südwind kann es aber auch im Süden kräftige Wellen geben.

Ja, fast immer. Die Orte liegen verstreut, die Straßen führen über die Berge, und viele Ziele sind mit dem Bus nur schlecht erreichbar.

Je nach Ort rund 45 Minuten bis zwei Stunden über kurvige Bergstraßen, etwa von Rethymno nach Plakias deutlich kürzer als von Chania nach Paleochora.